STOP G7

Es geht nicht um Gerechtigkeit oder Hilfe. Es geht um die Ausbeutung und Aufteilung der Welt mit allen Mitteln – dazu dient der G7-Gipfel.


G7 – das bedeutet nicht, dass Gymnasiasten noch ein Jahr weniger bis zum Abitur haben, sondern ist ein Zusammenschluss von sieben, früher acht Ländern, die sich regelmäßig sehr geschützt und abgeriegelt treffen, um über Krieg und Frieden und die Aufteilung der Welt zu diskutieren. Zu diesen Ländern gehören Großbritannien, Japan, Deutschland, Italien, Frankreich, Kanada und die USA. Der letzte G8-Gipfel (damals noch mit Russland) der in Deutschland stattfand war 2007 in Heiligendamm. Bereits hier gab es große Gegenproteste.
Wir kritisieren, dass die G7 versuchen als selbsternannte Weltregierung möglichst viele Territorien unter Ihren Einfluss zu bringen. Sie bereiten Entscheidungen zugunsten der Banken und Konzerne in Ihren imperialistischen Ländern vor, die sich dann recht schnell durch, z.B. Kriege, aufgedrängte Wirtschaftsmaßnahmen und krisenbedingte Sparpolitik, durchsetzen.
Doch es betrifft nicht nur irgendwelche fernen Länder. Die dort vorbereiteten Beschlüsse werden auch in jedes einzelne Land der G7 getragen. Sie dienen der Verschärfung der Ausbeutung im Kapitalismus und dazu, dieses System aufrecht zu erhalten und wirken sich somit auch ganz real und sichtbar in den Alltag eines jeden von uns aus, z.B. durch TTIP, TISA und CETA. Diese Freihandelsabkommen sollen auch durchgesetzt werden, um die Vorherrschaft gegen über den BRICS Staaten wie China, Russland, Brasilien, Indien oder Südafrika nicht zu verlieren und die Wirtschaft der EU und den USA zu stärken. Die Kosten davon tragen natürlich wir. Eine weitere Folge dieser wäre, dass Konzerne Staaten verklagen dürften, wenn diese Ihre Gewinne bedroht sehen. Konzerninteressen gehen vor alles Andere.
Die 7 teilnehmenden Staaten besitzen zusammen genommen immer noch den größten BIP (Bruttoinlandsprodukt) weltweit, genau genommen sind es 46,6 Prozent und sie gehören zu den Ländern mit den höchsten Militärausgaben. Die größten Rüstungskonzerne der Welt sitzen in diesen Staaten. Unter den Deckmantel der Armutsbekämpfung bzw. „humanitäre Interventionen“ werden Kriegseinsätze geplant um Kapitainteressen durchzusetzen, Absatzmärkte zu erschließen und Rohstoffe zu sichern. Das Leben von Menschen wird mit Gold abgewogen und wenn Menschen den G7 im Weg stehen, dann wird ihr Tod als Kollateralschaden für Wirtschaftsinteressen in Kauf genommen.
Demokratie verteidigen ist das, was angeblich in der Ukraine betrieben wird.  Der große neue Feind „Russland“ soll zurückgeschlagen werden, doch der wahre Grund ist die Machterweiterung Richtung Osten. Die Ukraine soll ein Teil des sogenannten „Westen“ werden, um NATO-Stützpunkte direkt vor die russische Grenze zu legen. Es werden dabei bewusst faschistische Organisationen mit Waffen beliefert und medizinisch versorgt. Die G7 streben danach, Ihre Macht weiter auszudehnen und der Osten bietet einen weiteren Absatzmarkt für sie. Dieser muss erschlossen werden, egal wie.
Die Politik der G7-Staaten bedeutet neoliberale Wirtschaftspolitik, Krieg und Militarisierung, Ausbeutung, Armut und Hunger, Umweltzerstörung und Abschottung gegenüber Flüchtenden.
Es geht nicht um Gerechtigkeit oder Hilfe. Es geht um die Ausbeutung und Aufteilung der Welt mit allen Mitteln – dazu dient der G7 Gipfel.

 

 

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